Mansur Gavriel: Don’t believe the hype
Die Bucket Bag von Mansur Gavriel gehört zu den begehrtesten Taschen der letzten Saisons. Formvollendet, klassisch und von Fashionistas und Stars wie Emma Watson oder Miranda Kerr via Instagram & Co verbreitet. Noch dazu ist sie mit rund 670 Euro (Startpreis war vor dem Hype bei 420 Euro) „günstig“. Zumindest im Vergleich zu Taschen von Céline & Co., die meist mindestens 1.000 Euro kosten. Die Nachfrage explodierte: Das junge Unternehmen, 2012 von Floriana Gavriel aus Berlin und Rachel Mansur aus Los Angeles gegründet, war überwältigt vom Ansturm und kam mit der Produktion nicht mehr hinterher. So waren die Taschen ständig ausverkauft.
Verknappung erhöht natürlich noch mal die Begehrlichkeit. Eine gute Freundin klagte neulich über ihre Strapazen bei der Jagd nach der Tasche – wie sie stundenlang Online-Shops durchkämmte, „Back in stock“-Newsletter abonnierte und sie schlussendlich, mit Streichhölzern in den Augen, nachts auf Net-A-Poter.com ergatterte. Als die Bucket Bag dann eintraf, war sie überglücklich, ich vielleicht etwas neidisch und dann... waren wir irgendwie... enttäuscht.




Don’t believe the hype
Die Tasche ist unbestritten wunderschön. Aber: Das Leder war nicht, wie erwartet, anschmiegsam sondern recht steif. Sie wird zwar mit einer passenden Clutch ausgeliefert, hat aber keinerlei Innenfächer und auch keine „Füßchen“, also kleine Nieten oder Metallbeschläge, die das Leder schützen könnten, wenn man sie auf den Boden stellt. Das sollte bei einer Tasche für über 600 Euro möglich sein, oder? Meine Freundin hat sie wieder zurückgeschickt.
Doch bekanntermaßen setzt beim Shopping oft der Verstand aus. Erinnert ihr euch an den „wilden Affen“? Also wenn Ihr sie doch unbedingt haben wollt:
Die Mansur Gavriel Bucket Bag ergattern:
Vorbestellung via Moda Operandi (Auslieferung Mitte November)
Second-Hand z.B. via Vestiaire Collective
Oder in eine neue Bucket Bag verlieben
Photo Credit: Instagram/MansurGavriel
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