Killer clothes that don’t kill the Enviroment
Isabelle Braun

Killer clothes that don’t kill the Enviroment

Trendorientierte Fast Fashion und nachhaltiger Konsum müssen sich nicht ausschließen: Das Bio-Modelabel Reformation benötigt vom Entwurf bis zum fertigen Produkt etwa einen Monat (Zum Vgl. Zara braucht etwa 15 Tage). Das funktioniert, weil alle Produktionsschritte unter einem Dach vereint sind – wortwörtlich. Reformation hat eine ehemalige Bäckerei in Los Angeles in eine Fabrik umgebaut. Von den Skizzen bis zum Foto-Shooting findet hier, bei 80 Prozent aller Kollektionsteile, jeder Schritt statt.

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Reformation: Alles unter einem Dach in Downtown L.A

Bei der Materialbeschaffung achtet die Marke Reformation auf Nachhaltigkeit: Es werden Stoffe aus nachhaltiger Produktion (65%), recycelten Materialen (20%) oder Restwaren von Überproduktionen gekauft, also Stoffe, die bei anderen Herstellern übrig blieben (15%). Der Vetrieb findet ausschließlich über eigene Stores in New York und L.A. statt.

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Yael Aflalo gründete Reformation 2009 als kleines Manufakturlabel.

Der Stil von Reformation spiegelt den lässigen „Cali Style“ mit simplen Basics wieder, erweitert um Trend-Stücke wie cropped Tops oder Jumpsuits mit Cut-outs. Eben frei nach dem Marken-Credo: Killer clothes that don’t kill the Enviroment. Die ersten prominenten Fans gibt es auch schon, wie zum Beispiel Rihanna und Taylor Swift.

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Transparente Textilkette

Bei jedem einzelnen Kleidungsstück wird genau aufgeschlüsselt, wie hoch der CO2-Ausstoß ist und wie viel Wasser für die Herstellung benötigt wurde (Die Modeindustrie ist weltweit der zweitgrößte Verschmutzer von Wasser). Um diese Angaben wirklich zu verstehen, werden die industrieüblichen Werte zum Vergleich aufgeführt. Ein wenig irreführend ist, wie ich finde, dass bei dem Vergleich die "erwartete Lebensdauer" einkalkuliert wird. Das halte ich für einen sehr ungenauen Schätzwert.

Reformation
Reformation: Ein Blick in die Fabrik

Aber um die Zahlen besser ins Verhältnis zu setzen: Für die Herstellung eines T-Shirts (Reinigung, Färbung etc.) verbrauchen Hersteller durchschnittlich 2.700 Liter Wasser, es können aber auch bis zu 15.000 Liter sein (zum Vergleich: eine Badewanne fasst 140 Liter; für ein Kilo Rindfleisch werden circa 16.000 Liter Wasser benötigt). Bei einem T-Shirt von Reformation sind es "nur" 276 Liter. Ich schreibe "nur", weil selbst diese Zahl aus nachhaltiger Produktion unermesslich hoch scheint.

Zara vs. Reformation

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Links: Tencel-Kleid, um 60 Dollar; rechts: Polyester-Kleid von Zara, um 13 Euro

Aber egal, ob Zara oder Reformation: Am nachhaltigsten ist das Kleidungsstück, das man am längsten trägt. Mehr über die Materialien und Produktionsbedingungen erfahrt ihr hier, zum Online-Shop geht es hier.

Photo Credit: Reformation

Modepilot
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gründung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhängigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgründerin Kathrin Bierling geführt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunächst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschäftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

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