Kleine Tasche, kleiner Geldbeutel!
Kathrin Bierling

Kleine Tasche, kleiner Geldbeutel!

Blöde Briefumschlag-großer Portemonnaies. Vor Jahren habe ich mir dieses seltsame Format bei Freundinnen abgeschaut. Warum eigentlich?! Warum übernimmt der weibliche Teil der Generation Kreditkarte dieses umständliche Accessoire? Es passt in keine Jeanshose und vor allem nicht in die kleinen Handtaschen!

Nachdem ich meinen täglichen Tascheninhalt auf Clutch-Größe reduzieren konnte, suche ich nun also verzweifelt nach dem passenden Karten-, Geld- und Quittungen-Halter (Merke: ein Personalausweis misst 10,5 cm in der Breite). Bei Mytheresa, Stylebop und Hermès fand ich online nichts Schönes, bei Net-a-porter immerhin vier Optionen, wobei sich die pinkfarbene durch ihre Perso-untaugliche 10-Zentimeter-Breite ausschließt. Meine erste Ausbeute (bitte kommentieren!):

Kleines Portemonnaie – auch hier bekommen Geldscheine keinen Knick. Von Chloé, im Materialmix aus Velours-, Glatt- und Pythonleder, circa 380 Euro, insgesamt 12 cm breit. - Würde ich mit der bunten Coccinelle-Tasche beißen.

Etwas Zeitloses von Michael Kors mit extra Täschchen in Weiß zum Rausnehmen, circa 110 Euro, insgesamt 12 cm breit.

Bei Stella McCartney muss für Python kein Tier sterben (gute Nachahmung): ordentlich aufgemachtes Portemonnaie mit Neon-Paspel, circa 385 Euro, insgesamt 13 cm breit.

Kleine Geldbörse "Belle du Jour" von Yves Saint Laurent, circa 230 Euro, insgesamt 10 cm breit (Perso passt schon mal nicht rein).

Fotos: Net-a-porter

Modepilot
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gründung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhängigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgründerin Kathrin Bierling geführt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunächst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschäftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

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