Givenchy-Schnittmuster: So einfach, so gut.
Kathrin Bierling

Givenchy-Schnittmuster: So einfach, so gut.

Ziehe gerade mein Cold Shoulder Top von Givenchy aus der Wäsche und denke: smart, der Riccardo Tisci, Chefdesigner von Givenchy. Das Schnittmuster begeistert jedes Produktionsteam: zwei Rechtecke hier und da zusammengenäht, Spaghetti-Träger dran, fertig.

Doch so einfach es wirken mag, es ist perfekt geschnitten und fällt genau so wie man es sich wünscht. Tisci wird zahlreiche Rechtecke und Nahtlängen an Models getestet haben. Je einfacher etwas wirkt, umso schwieriger war meist der Entstehungsprozess.

Wer sich die 400 Flocken sparen möchte (reduziert, zum Beispiel über Farfetch), der kann sich mein Foto als Schnittmuster hernehmen. Maße der Rechtecke: 50 mal 75 Zentimeter, Armlöcher: 13 Zentimeter. Material: glänzende Viskose.

Nähte fürs Off-shoulder Top von unten nach oben: Der Saum ist links und rechts zugenäht: es bleiben 40 cm offen, um das Shirt auch über die Hüfte ziehen zu können. Die Seiten sind von unten nach oben 37 Zentimeter lang zugenäht, dann kommt das Armloch. Nach dem Armloch kommt die obere Schulternaht: 14 Zentimeter. Die Träger kommen nach weiteren 13 (offenen) Zentimetern und die Träger selbst sind 10 Zentimeter lang.

Cold Shoulder Top von Givenchy

Mein Givenchy-Shirt, das ich nicht mehr missen möchte
Ich trage das Shirt im Urlaub zu engen, ausgewaschenen Jeans

Photo Credit: Denis Wucherer, Farfetch, Modepilot

Modepilot
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gründung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhängigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgründerin Kathrin Bierling geführt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunächst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschäftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

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