NYC: Zieht Euch warm an!
Kathrin Bierling

NYC: Zieht Euch warm an!

New York City wurde von Schneesturm "Nemo" nur sanft bedacht. Pures Glück, denken sich die Designer, die für Winter 2013/14 auf Schutzkleidung setzen – auch in New York. Lacoste-Kreativchef Felipe Oliveira Baptista bauschte den sonst dünn schlappernden Piqué-Poloshirt-Stoff zur modischen Rüstung auf. So entstehen sportliche Kostüme, auch oder vor allem für den Modeliebhaber!

Unsereins ist dankbar für die gemütlichen Outfits ("gemütlich" darf man in der Mode eigentlich nicht einmal denken, aber 2013 wird anders): die schmalen, geschlitzten Taillenröcke zu cropped Longsleeve-tops sind sexy und modisch durchaus relevant.

Die Eiszeit-Stimmung geht bei Baptista (für Lacoste) noch weiter: Eisschollen-Print und wärmende Bankräuber-Mützen in sämtlichen Farben.

Kleider, Röcke und langärmelige Oberteile erinnern in ihrer Farbfeld-Aufteilung an Protektoren-Kleidung, wie wir sie auch bei Kostas Murkudis für Closed gesehen haben. Und es ist kein Zufall, dass diese Farbunterteilung auch einen ziemlich scharfen Körper konturiert. Am liebsten hätte ich das eine oder andere Sample gleich angezogen, um darin einer nächsten Fashion Show beizuwohnen.

Den Spagat zwischen Lacoste-Heritage, Mode und Trend schafft Baptista auch bei den Lederkleidern: sportlich, sexy, mit Kokon-Gefühl. Hier die schwarze Version mit Elementen des Sports: Stehkragen, Bündchen und Zipper.

Fotos: Modepilot/Modejournalistin

Modepilot
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gründung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhängigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgründerin Kathrin Bierling geführt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunächst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschäftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

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