Handbaging*: Helft meiner Kollegin!
Kathrin Bierling

Handbaging*: Helft meiner Kollegin!

Sie gibt es nicht zu, aber ihre Suche heute nach einer schwarzen, geräumigen Handtasche und vor allem ihre Auswahl erinnert doch stark an das Modell von Margaret Thatcher, das gestern im Nachruf auf Seite 2 und 3 der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung groß abgebildet war.

Gestern in der FAS: "Weiblichkeit als Waffe" und das Bild von Margaret Thatchers Handtasche

Ich war beim Lesen auch angetan von so Sätzen, wie: "Sehr bald etablierte sich die Handtasche aber auch als Machtsymbol. Margaret Thatcher pflegte sie bei der Erledigung der Regierungsgeschäfte demonstrativ auf den Tisch zu legen." Und über das Symbol, das für ihre ökonomische Politik stand, sagte Thatcher selbst, dass Frauen besser Handtaschen als Bajonetts schwingen können.

Isa, meine Kollegin, bleibt dabei: Sie sei schon länger auf der Suche nach einer schwarzen Ledertasche mit Henkeln. Also schon vor Thatchers Tod und der dadurch wieder auflebenden Aktentaschen-Mode für Frauen. Vor allem, solle die neue Tasche zeitlos (sie arbeitet für Elle.de) sein, stilvoll sein (sie arbeitet für Elle.de) und es soll viel reinpassen (sie arbeitet für Elle.de). Und, dass die drei Designerstücke ihrer Wahl zufällig an den Taschengeschmack der eisernen Lady erinnern, sei reiner Zufall. Ich will's hoffen (auch ich arbeite für Elle.de). Wobei mir Isas ökonomische Ideen schon sehr taugen.

Isas engere Auswahl: Alexander Wang, Victoria Beckham und Tod's (v.l.n.r.)

Was meint Ihr?

*"In Großbritannien wurde während der Thatcher-Ära der Begriff "handbaging" geprägt - was übersetzt soviel heißt wie jemanden abkanzeln." (Spiegel)

Fotos: abfotografiert von FAS, Seite 2,3; Picasa aus Fotos von FAS, Alexanderwang.com, Victoriabeckham.com, Mytheresa.com

Modepilot
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gründung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhängigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgründerin Kathrin Bierling geführt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunächst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschäftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

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