5 Dinge, die man sich nicht mehr kaufen sollte
Kathrin Bierling

5 Dinge, die man sich nicht mehr kaufen sollte

Teaser Balmain Jeans Hüftjeans Modepilot

Und hier eine weitere Folge von "5 Dinge, die man sich nicht mehr kaufen sollte" – zum Glück kann man sich auch mit Shoppinglisten beschäftigen, die Geld sparen.

1) Hüftjeans

Auf Platz 1 und völlig unangefochten: die tiefsitzende Hüfthose oder Hüftjeans. Der künftige Ladenhüter sorgte bei vielen von uns dafür, dass die Hose vom Popo rutschte oder ungewollt Hüftpolster freilegte. Angesichts des "Wear your mother's jeans"-Trends, also taillenhoher Jeanshosen, die leicht verkürzt daher kommen, ist dieses "Low-rise"-Modell an seinem Tiefpunkt angelangt.

low-rise Balmain Jeans Modepilot

2) Rockstuds

Die spitzen Rockstuds von Valentino und alle Nachahmermodelle sind nun keine Investition mehr wert. Klar, wer sich schon früh welche zulegte, wird sich auch diesen Sommer gern damit schmücken, sofern es keine Blasen verursacht. Für alle, die sich jetzt einen der neuen Entwürfe kaufen möchten: Lasst es lieber bleiben. Eine Streetstyle-Fotografin sprach mich in Paris auf diese Modepilot-Serie an und bat mich, hier doch bitte Valentinos "Rockstuds" zu erwähnen. Da fiel mir das 2015-Regenbogenfarbenmodell ein, das nun wirklich nur noch albern und gar nicht mehr schön aussieht. Außerdem kann euch Isa ein Liedchen von den Blasenpflastern singen, die sie schon ins Tragen der Original-Rockstuds investiert hat.

Valentino Rockstuds Modepilot Schuhe Regenbogen

3) Knopfleisten-Pullis

Ich kann mich gut daran erinnern, wie ich ich einst Pullover mit vielen Knöpfen an der Manschette als "hochwertig" einstufte. Dieses Detail war lange zu aufwendig für Kopisten. Nachdem nun aber Zara diesen Effekt für sich im ganz großen Stil nutzt und jede Saison unendlich viele dünne Viskose-Pullover dieser Art auf den Markt wirft, ist die lange Knopfleiste auch kein Indiz mehr für ein aufwendig gearbeitetes Kleidungsstück. Jetzt muss ich, sobald ich die kleinen, aneinander gereihten Knöpfe sehe, immer an die günstig glänzenden Stretchoberteile von Zara denken.

Zara Pullover viele Knöpfe an den Ärneln Modepilot

4) Stan Smiths

Eben noch sahen wir den Schuh von Adidas an allen Streetstyle-Stars und Fashion-Girls. Sie tragen den weißen Tennis-Retro-Schuh zu Designerkleidern und "cropped"-Hosen. Und es ist ja auch ein super Sneaker, keine Frage. Nur kaufen sollte man ihn sich jetzt nicht mehr. Isa kennt schon das Nachfolger-Modell, das man sich stattdessen zulegen kann >>> Wir Modemädchen überlassen den Klassiker nun den Herren, bei denen sich Trends länger halten.

Stan Smith Adidas Schuhe Modepilot

5) Allzu raffinierte Badeanzüge

Wir kaufen keine Monokinis und allzu raffinierte Badeanzüge mit lauter Riemchen, Häkel- und Flechtdetails mehr. Nicht, weil sie kein schönes Bild abgeben. Das tun sie. Sie sind nur so schrecklich unpraktisch: Komische Bräunungsstreifen und das Nachcremen mit Sonnenschutz gestaltet sich äußerst mühsam. Am Ende bleiben sie im Airbnb-Appartemnet liegen und nur die Zweiteiler schaffen es mit an den Strand.

La Perla Badeanzug Modepilot

Lieber: schmale Ledersandalen mit beinstreckender Sohle und anständigem Fußbett wählen – in Dunkelviolett oder Bordeaux (z.B. von Balenciaga), weil sich diese Farbe besonders gut zu Outfits in Blau, Weiß, Creme, Grau, Schwarz und Grün kombinieren lässt. Und zu Hochwasserhosen ideal passt! Röcke und Hosen taillenhoch (Alexander Wang, Closed & Co.), Kleider im Tuxedo-Style sind luftig und super schick zugleich. Bademode kann auch ohne Firlefanz sehr raffiniert sein – siehe den Bikini von Zimmermann im Beispiel unten. Weich fließende Oberteile in Creme und Weiß kann man nicht genug haben und eine gut sitzende Jeans findet sich bestimmt noch im Kleiderschrank, die man abscheiden kann. Fertig ist die Sommergarderobe.

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Photo Credit: Fotos: Net-a-porter, Zara, Matchesfashion

Modepilot
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gründung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhängigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgründerin Kathrin Bierling geführt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunächst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschäftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

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