Unsere Einstellung zum Mode-Konsum
Angesichts der vielen ungetragenen T-Shirts und einmal getragenen Kleidern im Kleiderschrank hinterfragen wir unseren Mode-Konsum immer öfter: Brauche ich das wirklich? Nicht umsonst starteten wir heute mit unserer Serie "Basics – Wenn ich bei Null anfangen müsste". Was würde ich mir wohl neu zulegen, wenn ich plötzlich nichts mehr hätte? Bei der Überlegung fallen einem gleich noch viel mehr Dinge ein, die völlig überflüssig sind.
80 bis 100 Kleidungsstücke besitzt der Deutsche durchschnittlich. Davon werden 20 nie getragen. Das las ich gestern in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. In "Der Anreiz ist: Kaufen, Kaufen, es kostet ja nichts" interviewt Redakteurin Jennifer Wiebking die Kuratorin Claudia Banz, die in Hamburg eine Ausstellung namens "Fast Fashion: Schattenseite der Mode" konzipierte. Im Museum für Kunst und Gewerbe, bis zum 20.09.2015.
Banz sagt so Sätze, wie "Billige und schnell verfügbare Mode trägt dazu bei, dass wir die Wertschätzung für Kleidung verlieren." Das stimmt. Selbst besuche sie keinen dieser Läden. Daher kennt sie die Verlockungen, denen junge Menschen mit wenig Geld und viel Bedarf für neue Kleidung unterliegen, vermutlich nicht. Aber sie möchte mit der Ausstellung erreichen, dass die Besucher nachdenklicher gestimmt werden und über faire Labels informiert werden. Das finde ich zeitgemäß und löblich.
Hier geht es zum ganzen Artikel:
Foto: abfotografiert von der FAS vom 29. März 2015

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