Doppelt gut? Self-Portrait vs. H&M
Kathrin Bierling

Doppelt gut? Self-Portrait vs. H&M

Spitzenkleider sind nichts für Kopisten. Warum? Weil der Aufwand und die Qualität, die ein solches Kleid erfordert, nicht günstig angeboten werden kann. Die Gründe im Einzelnen:

Das Spitzenkleid: Self-Portrait versus H&M

1) Wie steht und fällt die Spitze an Brust, Taille und Hüfte?

Gelbes Spitzenkleid Self-Portrait HM Modepilot
Gelbes Spitzenkleid: einmal von Self-Portrait (links) und einmal von H&M (rechts)

2) Das Spitzenmuster: Billiganbieter können – der vereinfachten Produktionswege wegen – kein Spitzenmuster dem Kleidverlauf folgen lassen – siehe Streifen im Kleid von Self-Portrait vs. Vereinfachung bei dem Modell von H&M. Dabei kostet das Kleid von H&M immerhin beachtliche 99 Euro!

3) Hinterlegter "Nude"-Stoff: Die Wahl des hautfarbenen Stoffes gefällt mir bei Self-Portrait besser als bei H&M, denn es handelt sich um einen Mesh-Stoff, also einem feinlöchrigen Stretchstoff, der das Ganze noch einmal leichter und weniger pflastermäßig (H&M) erscheinen lässt.

Spitzenkleid Details Sommer 2016 Modepilot
Details: der hinterlegte Stoff in "Nude", Taschen und Lochspitze

4) Details: Das Kleid von Self-Portrait verfügt über seitliche Eingrifftaschen und neben der Blütenstickerei zudem über Lochstickerei. Die Lochstickerei sorgt für eine schöne Linienführung unterhalb der Brust und an der Taille. Und! Sie wurde nicht mit dem hautfarbenen Stoff hinterlegt ist – eine Detailarbeit, die aufwendig ist, aber das Kleid schöner und luftiger für uns macht und echte Haut dort durchblitzen lässt, wo es für den Gesamteffekt wünschenswert ist.

Alles in allem: Bei so einem Spitzenkleid lohnt es sich, das Original zu kaufen.

Gut zu wissen: Das Kleid von Self-Portrait gibt es auch in den Farben Hellgrün, Blau und Rosa. Anders als andere Sommerkleider von Self-Portrait wird dieses Modell hinten mit einem Reißverschluss geschlossen und nicht mit komplizierten Schürrungen, für die es eine Kammerzofe braucht.

Das Kleid von Self-Portrait in den Onlineshops:

Die Preise variieren je nach Onlineshop: 319 Euro bei Matchesfashion.com, 342 Euro bei Farfetch.

Photo Credit: Matches.com, H&M

Modepilot
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gründung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhängigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgründerin Kathrin Bierling geführt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunächst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschäftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

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