Uniformen für den Winter
Kathrin Bierling

Uniformen für den Winter

Im Winter setze ich am liebsten auf eine Farbe. Schließlich benötigt man jetzt viel mehr Einzelteile und ein Schichtsystem. Sich in einer Farbwelt aufzuhalten, macht (mal wieder) vieles leichter. Außerdem sieht es edel aus. Wenn die Wahl nicht gerade auf Gelb oder Pink fällt.

Ich habe monochrome Looks herausgesucht, die ich entweder selbst trage oder tragen würde und, die ich vor allem auch gern an anderen sehe (zu den Rot-Kombinationen hat mich meine Freundin Julia inspiriert ❤️). Es sind allesamt Outfit-Kombinationen, in denen man sich stets (stil-)sicher fühlt, aber auch besonders. Und sie halten alle warm.

Dunkelblau

Zu meinem persönlichen Lieblingslook für den Winter gehört ein etwas länger geschnittener Rollkragenpullover aus Merinowolle (mein Plädoyer für Merinowolle >>>) oder Cashmere. Ich mag es, wenn ein langer Wollpulli unter einer kurzen Wollfilz-Jacke hervorschaut (meine stammt noch aus Winterkollektion 2015 von Carven und sieht jener von Prada unten recht ähnlich). Dazu eine Baskenmütze aus reiner Wolle und Handschuhe und Stiefel jeweils aus Lammfell. Ich habe das Abree-Modell von Ugg gewählt, weil es schmaler geschnitten ist – das sieht weniger pantoffilg aus. Ich trage auch dunkelblaue Sneaker dazu (siehe diese hier samt dunkelblauer Sohle >>>)

Rot

Rot ist die Trendfarbe für die jetzige Wintersaison. Man kann sie getrost von Kopf bis Fuß tragen, ohne sich dabei komisch zu fühlen. Nur von hautengen Hosen und kurzen Röcken rate ich ab. Allzu hohe Absätze finde ich in der Kombination auch eher schwierig. Lieber: Midi-langen Rock zu dickem Wollpulli und Daunenjacke wählen. Stiefeletten mit hohem Schaft wählen. Kann ja nicht jeder so treffsicher passende Strümpfe finden (wollen) wie diese Fashion Show-Besucherin in London:

Rote Lackschuhe Street Style Modepilot
Rote Lackschuhe auf dem Weg zur nächsten Fashion Show in London
Rot Street Style Modepilot Max Mara Winter 2017 2018
Street Style in Mailand mit Pullover, Pullunder und Hose von Max Mara

Monochrome Street Styles aus Paris und Mailand

Street Style Mailand 2017 Prada Cord BraunStreet Style Mailand Modepilot Gala Max MaraStreet Style Rot Paris Celine Modepilot Eva ChenStreet Style Rot Giovanna ModepilotGiambattista Valli Street Style ModepilotStreet Style Pailletten grün Pullover Modepilot

Cognac

Wer gern Braun trägt, hat aktuell das Nachsehen. Es gibt die Farbe einfach nirgends. Nur bei Max Mara und Prada kommen Braun-Liebhaber so richtig auf ihre Kosten: feinste Cashmere-Rollkragenpullover (Aufmacherfoto ganz oben), Samtröcke und -hosen. Bei Prada gibt es diesen Cordanzug, den Yoyo Cao in Mailand trug.

Grün

Khaki-Töne gehören in den Sommer, Tannengrün in den Winter. Blöd nur, dass beide Farbtöne so gar nicht miteinander kombinierbar sind. Nachschub für die grüne Wintergarderobe gibt es zum Glück bei fast allen Marken.

Grau

Grau war immer da, nie weg. Naja, vielleicht hatte die Farbe nach Loriots „Ödipussi" im Jahr 1988 einen kleinen Durchhänger. Herr Winkelmann, gespielt von Loriot, stellte darin ein älteres Ehepaar mit 28 Grauschattierungen zufrieden. Daher ist die Sequenz auch besser bekannt als „28 Shades of Grey">>>.

Um auch heute noch braucht es kein „frisches Gelb oder Apfelgrün", um unser Wohlbefinden zu steigern. Lediglich etwas etwas Glencheck bietet sich auf dem freundlichem Steingrau an.

Street Style Grau Chanel Modepilot Paris
Street Style bei der Paris Fashion Week im Oktober 2017

Photo Credit: Catwalkpictures

Modepilot
Modepilot ist Deutschlands erster Modeblog. Mit seiner Gründung in 2007 war und ist er Vorreiter der unabhängigen Mode-Berichterstattung. Noch heute wird die Seite leidenschaftlich von Mitgründerin Kathrin Bierling geführt. Sie ist eine ausgebildete und erfahrene Journalistin, die zunächst bei der Financial Times lernte und arbeitete und dann einige Jahre bei der WirtschaftsWoche beschäftigt war, bevor sie die Seiten Harpersbazaar.de, Elle.de und InStyle.de verantwortete. An Modepilot liebt sie, dass sie die Seite immer wieder neu erfinden muss, um am Puls der Zeit zu bleiben. Worin sie und ihre Autoren sich stets treu bleiben: Den Leser ernst nehmen, nicht sich selbst.

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